Koralpe & Lavanttal

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Ich bin kurz mal weg

Wildes LavanttalDas weite Land bei Wolfsberg  zwischen Koralpe und Saualpe bietet genügend Luft zum Atmen, wenig Publikum und einen fabelhaften Spätsommer. Ein Kurzurlaub – raus aus der Stadt, direkt ins Lavanttal.

Der Sommer war beschwerlich genug: Ein schwieriges Projekt, das mich beruflich vor viele Herausforderungen gestellt hat, ein Umzug, der erledigt werden musste und nicht zu vergessen, der lange Weg  in unser eigenes, neues Nest über den Dächern Wiens mit Verhandlungen, Verträgen, Gutachten und, und, und.

Zeit für eine wohlverdiente Pause, die der Her Phil und ich im Spätsommer traditionell mit beiden Eltern machen um Zeit mit den Lieben zu verbringen, die wir während des Jahres wenig sehen. Diesmal auf der Koralpe.

Tag 1

Großer SpeikkogelWanderung vom Koralpenparkplatz über Pomswasserfall zur Großhöllerhütte, über den Steinschneider zum Koralpenschutzhaus und retour aud den Parkplatz

Auf dieser Runde hat man beständig den großen Speikkogel mit seinen technischen Anlagen im Blick.

Wir haben uns jedoch nicht mit den Gipfelsturm beschäftigt, sondern mit den kleinen kulinarischen Freuden, die am gesamten Großen Kar den Wegesrand säumen:

Heidelbeeren

den Heidelbeeren oder Schwarzbeeren. Die sind jetzt reif und gerade richtig.

Bei jedem Schritt ein neuer Strauch, der dunkel-blaue Früchte trägt. Es dauerte also nur wenige Minuten bis unsere Finger und Münder eben so blau waren. Ein besonderer Leckerbissen, den wir nicht stehen lassen konnten.

Nach der Traverse über den Steinschneider mit der dort befindlichen Relais-Station endlich Einkehr im Koralpenhaus, das wild-romantisch über den Lavanttal liegt.

Koralpenhaus

Tag 2

Den Spätsommer von seiner schönsten Seite haben wir bei einer Wanderung von der Waldrast zum Kollmannbauer ausgekostet, die zum ausgedehnten Schwammerlsuchen einlädt. Anschließen lässt sich eine Besichtung des Schlosses Wolfsberg und ein Besuch im Museum Lavanthaus.

LavanttalBei strahlendem Sonnenschein lässt es sich leicht wandern, der Blick über das weite Lavanttal und die sansten Kuppen begleitet das letzte Stück Richtung Buschenschank.

Davor gibt es beim Durchqueren der Wälder für Schwammerlsucher ausreichend Gelegenheit für Funde, auch wenn es kein gutes Schwammerljahr ist durch die lange Hitze- und Trockenperiode.

 

Krapfen und HolundermostBeim Kollmannbauer kann man sich jedenfalls hervorragend stärken, zum Beispiel mit Holundermost und frisch gebackenen Krapfen, die die Hausherrin jeden Vormittag frisch herausbackt. Fleißige Wanderer bekommen die Leckereien noch lauwarm serviert.

Kollmannbauer

 

 

 

Überhaupt bietet die Buschenschank eine Reihe an selbst produzierten Leckereien von Trockenwurst bis Bauernbrot und eine Blumenoase um sich darin zu erholen.

Wer da nicht gestärkt auf die Jagd nach Pilzen gehen kann, ist selbst schuld.

Schwammerl-Beute

 

 

Und der Herr Phil ist wirklich ein geübter Schwammerlfinder, sodass wir auch in dürren Schwammerlzeiten Beute machen konnten: Steinpilz, Eierschwammerl, Parasol und Wiesen-Champignons (Vorsicht beim Bestimmen der Pilze, besonders Wiesen-Champignons werden oft verwechselt!)

Wir jedenfalls haben uns vom Wirten ein hervorragendes Gröstl daraus machen lassen: mit Zwiebeln die geschnittenen Schwammerl anbraten, Eier darüber schlagen, mit Salz, Pfeffer und Petersilie würzen. Fertig ist der Hochgenuss!

Tag 3

Wanderung vom Koralpenparkplatz über das Große Kar und die Grillitschhüte ins Bärental und die Bärentalhütte

BärentalDie Wanderung im steirisch-kärntnerischen Grenzland erfreut sich besonders an Wochenenden großer Beliebtheit, wenn eine Vielzahl an Ausflüglern aus der Weinebene auf die Koralpe steigt. Kein Wunder, bei Ausblicken wie diesen, die man über sanfte Wanderwege mit seltenen, steileren Passagen erreicht.

Strauben und MostIm Steirischen jedenfalls heißen die Krapfen Strauben. Diese lassen sich beispielsweise in der Bärentalhütte probieren.

 

 

Himbeeren

 

 

Auf dem Rückweg in die Kärntner Unterkunft finden sich dann nochmal süße Schätze: die Himbeeren wachsen in dichten Sträuchern, besonders auf dem Teilstück Richtung Grünangerhütte.

Den Heimreisetag kann man noch mit einem Abstecher im Hüttenberg versüßen, wo alles dem Bergbau gewidmet ist und nicht nur ein Schaubergwerk besichtigt werden, sondern auch auf der Albert-Halde selbst Hand beim Mineraliensuchen angelegt werden kann.

Der Geburtsort Heinrich Harrers bietet auch ein dem Alpinisten gewidmetes Museum und tibetanische Anlagen wie einen Pilgerpfad.

2 Kommentare auch kommentieren

  1. Herbert sagt:

    Hi Frau Phil
    irgendwie stöbert man im Intimbereich wenn man selbst dabei war, wo auch der Zwetschenfleck dazugehört. Ich habe nicht das Gefühl Du willst veröffentlichen – trotzdem möchte ich Wolfsberg den LINK zu einer positiven Urlaubserfahrung anbieten – Du schreibst einfach die eigenen Eindrücke. Wortgewaltig und frisch, wie Du selbst, es ist ein Hochgenuss!
    Liebe Grüße, ein Viel-Geher mit wehen Knien.

    1. Phil sagt:

      Lieber viel gegangener Herbert,

      Alles Schreiben ist ein Etwas-Von-Sich-Selbst-Geben, auch wenn ich versuche eine Balance zu finden zwischen dem Teilen mit der Außenwelt und einem inneren Kreis, der auch hier nicht zugänglich gemacht wird.

      Es geht darum zu teilen, von man begeistert ist, was natürlich immer einer persönliche Note hat, aber nicht so privat zu werden, dass es für mich oder die um mich unangenehm ist.

      Gerne kannst du die Links weiterleiten an die Wolfsberger!
      Wünsche dir gute Besserung für die immer noch maroden (?) Knie.

      Alles Liebe,
      die Phil

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